Die Lange Nacht der Architektur, München, 20. Januar 2017

‘’Die Lange Nacht der Architektur ist ein Erfolgsprojekt. Innerhalb von nur vier Jahren hat sie sich zu einer anerkannten Marke im Veranstaltungsprogramm der Stadt München entwickelt. Sie ist alle zwei Jahre ein Höhepunkt im Veranstaltungskalender’’ , so Dr. Reinhald Pfeiffer, Geschäftsführer der Messe München.

Sie ist ein ganz besonderes Highlight im Rahmenprogramm der Weltmesse Bau: Bereits zum vierten Mal führte die Lange Nacht der Architektur zu Münchens schönsten und interessantesten Gebäuden. Am 20. Januar 2017, könnten Aussteller, Messebesucher und alle Architekturinteressierten einen Blick hinter die Kulissen werfen. Mehr als 70 Bauwerke nahmen diesmal teil - Rekord.

‘’Als wir 2011 mit der ersten Langen Nacht gestartet sind, waren unsere Erwartungen überschaubar. Ob es gelingen würde, Münchner Bürger für das Thema unserer Fachmesse BAU zu begeistern, das wusste keiner so genau. Als dann aber in einer frostigen Januar-Nacht tausende Menschen in Münchens interessanteste Gebäude drängten, war klar: Dieses Projekt hat das Zeug zum Knüller! ‘’, so Dr. Rheinhald Pfeiffer.

Die Idee erwies sich von beginn an als Volltreffer. 2015 nahmen 30.000 Architekturbegeisterte an den nächtlichen Führungen teil.  Mehr als 35.000 Architekturbegeisterte nahmen an der Veranstaltung 2017 teil. Die „Lange Nacht der Architektur“ (LNDA) gewährte auch diesmal wieder einzigartige Einblicke in die architektonisch eindrucksvollsten Gebäude, Stadtentwicklungsprojekte, Showrooms und Infrastrukturprojekte der bayerischen Landeshauptstadt. 

Geschäftsführer Dr. Reinhard Pfeiffer: „Die überwältigende Resonanz zeigt, dass München nicht nur eine großartige Architekturlandschaft hat, sondern dass auch das Interesse der Stadtgesellschaft daran riesig ist.  70 Gebäude – per Busshuttle oder zu Fuß.  Mit elf verschiedenen Routenvorschlägen und dank der Überschneidung an bestimmten Knotenpunkten konnten sich die Architekturbegeisterten ihre Wunschroute individuell zusammenstellen oder vorgeplanten Routen folgen. Als zentrale Anlaufstelle hat sich der Odeonsplatz bewährt. Bereits während der Fahrt informierten Architektur-Studenten über die Gebäude. Darüber hinaus gab es Spazier-Touren durch die Münchner Innenstadt, die hervorragend angenommen wurden, wahlweise mit und ohne Führung. 

München aus verschiedenen Perspektiven: Zu den 20 neuen Gebäuden, die sich erstmalig im Rahmen der LNDA präsentierten, gehörten u.a. das München Hoch5 im Werksviertel am Ostbahnhof, wo auch die Eröffnungsveranstaltung stattfand.

 Ebenfalls zum ersten Mal dabei: die BMW LKW-Logistik Administration, die Isartalwerkstätten, die Schreinerei Würzburger, die Faulturmanlage im Klärwerk Gut Großlappen sowie die Evangelisch-lutherische Kirche St. Lukas am Mariannenplatz.

 Ein weiterer Neuling, die Brainlab AG, war in diesem Jahr besonders gefragt. Die Brainlab AG errichtete, nur einen Steinwurf vom Messegelände entfernt, auf dem Areal des ehemaligen Flughafen Riem ihre neue Firmenzentrale. Blickfang des neuen Hauptsitzes ist der denkmalgeschützte Flughafen-Tower, umrahmt von einem modernen Neubau aus Glas. Mariana Fuchs von der Brainlab AG war überwältigt von den Menschenmassen: „Unser Geschäftsfüher Stefan Vilsmaier wollte eigentlich alle Touren selbst durchführen. Bei diesem Ansturm mussten wir aber kurzfristig umdisponieren und weitere Touren anbieten, um allen Besuchern gerecht zu werden. Besonders der Aufstieg in den Flughafen-Tower war sehr beliebt.“ 

Auch alte Bekannte wie das Osram Lighthouse mit dem Skyline Tower oder die TenTowers waren erneut mit von der Partie und erlaubten einen Blick auf das nächtliche München. Susanne Bühler, die Marketingverantwortliche bei der Osram AG, war sehr erfreut über das Ergebnis: „Wir waren auch dieses Mal total begeistert von der Resonanz, schon ab der ersten Stunde waren die Möglichkeiten einen Blick vom Skyline Tower auf München zu werfen ausgeschöpft. Auch unser Beleuchtungskonzept war ein voller Erfolg.“ 

Auch bei den übrigen Gebäuden war für jeden Geschmack etwas dabei: So konnten z.B. das pro aurum Goldhaus oder das Stadion an der Grünwalder Straße besichtigt werden. In nahezu allen Gebäuden gab es Führungen und / oder ein kleines Rahmenprogramm mit Highlights für Besucher zum Staunen und Genießen. An vielen Gebäuden bildeten sich lange Schlangen, doch die Architekturbegeisterten harrten auch in frostiger Kälte geduldig und erwartungsvoll aus

Für die Fahrten zwischen den Gebäuden wurden insgesamt 85 Shuttlebusse eingesetzt. Während der Busfahrten zwischen den Gebäuden konnten sich die Menschen aufwärmen, gegenseitig kennenlernen und auch ihrem Wunsch Ausdruck geben, dass diese Veranstaltung regelmäßig stattfinden und unbedingt wiederholt werden sollte. Auch die Betreiber der an der „LNDA“ teilnehmenden Gebäude zeigten sich begeistert von der Idee, anlässlich der ArchitekturFachmesse BAU regelmäßig eine Brücke von den Messehallen in die Stadt zu schlagen und so das Thema Architektur einem breiten Publikum nahe zu bringen. 

Daiva I. Petrosiene