Hinter der INTERFORST 2018 steht, zumindest indirekt, eine Branche mit beträchtlicher Wirtschaft. In fast 128.000 Unternehmen des Clusters Forst und Holz erarbeiten über 1,1 Millionen Beschäftigte einen Jahresumsatz von rund 180 Milliarden Euro. Damit arbeiten mehr Menschen in dieser Branche als beispielweise im Maschinen- und Anlagenbau oder in der Automobilindustrie.
‘’Die INTERFORST ist ein wichtiges Forum und Trendbarometer für die Forstwirtschaft in Byern, Deutschland und Europa’’, so Dr. Reinhard Pfeiffer, Messe München-Geschäftsführer. Zum Cluster Forst und Holz werden folgende Wirtschaftsbereiche gezählt: Gewerbe, die Holzverarbeitung im Baugewerbr, das Papiergewerbe, das Verlags- und Druckereiwesen sowie der Holzhandel. Auch wenn die Forstwirtschaft mit zwei Prozent Umsatzanteil und acht Prozent Anteil an der Beschäftienzahl nur eine untergeordnete rolle spielt, so bildet sie mit ihrer nachhaltigen Waldbewirtschaftung doch die Basis der Prozesskette Holz u und deren wirtschaftlichen Ertrag.
48% des Waldes ist in privater Hand
Ein Drittel Deutschlands ist mit Wald bedeckt, insgesamt 11,4 Millionen Hektar. Der Großteil des Waldes gehört privaten Waldbesitzern. Die Hälfte des Privatwaldes ist so genannter Kleinstprivatwald, das bedeutet unter 20 Hektar groß. Um bei diesen ungünstigen Besitzverhältnissen überhaupt eine nachhaltige Forstwirtschaft betreiben zu können, haben sich ca. 430.000 Waldbesitzer in rund 3.600 forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen organisiert.
Nachhaltige Nutzung - Holzvorrat vergrößert sich stetig
Weitere 19 Prozent der deutschen Waldfläche gehören zum Kommunal- und Körperschaftswald. Der übrige Wald teilt sich auf in den Staatswald der Lände(29 Prozent) und des Bundes (4 Prozent). Die deustche Forstwirtschaft gilt als die Wiege der Nachhaltigkeit, die gegenwärtigen Generationen davon, dass in Deutschlands Wäldern mehr Holz nachwächst als genutzt wird. Jährlich wachsen in den Wäldern rund 122 Millionen Kubikmeter.
Einnahmen aus dem Holzverkauf
Das zentrale Produkt für das Einkommen der deutschen Forstbetriebe bleibt nach wie vor das Rohholz. Im Jahr 2016 wurden beispielweise 52 Millionen Kubikmeter eingeschlagen. Davon wurden 9,4 Millionen Kubikmeter für energetische Zwecke genutzt, gut eine Million mehr als noch vor zehn Jahren. Auch wenn sich bei einigen Waldbesitzern mittlerweile der Focus verschiebt - sie geben statt der Erwirtschaftung von Einkommen aus dem Wald eher Naturschutz als vorrangige Zielsetzung an - bleiben die Einnahmen aus dem Holzverkauf entscheidend.
Leistungen für die Gesellschaft
Forstliche Nebenprodukte, Nebennutzungen und Dienstleistungen, wie Jagd und Fischerei, Weihnachtsbäume und Schmuckreising oder Einnahmen aus Verpachtung von Liegenschaften, tragen nur mit einem kleinen Anteil zur Wertschöpfung bei (rund 70 Mio. Euro pro Jahr).
Die INTERFORST in Zahlen
453 Aussteller, davon 160 aus dem Ausland,Anzahl der beteiligten Länder - 28, Ausstellungsfläche - 75.000 kv.m.
Land voller Bäume
Wer Holz nutzt und verbraucht, muss in Deutschland keine Sorge um den Bestand des Waldes haben. Deutschland ist das waldreichste Land Mitteleuropas. Über sieben Milliarden Bäume wachsen auf 11,4 Millionen Hektar, das ist gut ein Drittel der Landesfläche.
Das fünftägige Branchenhighlight versammelte alle relevanten Gruppen der Forstwirtschaft und Forsttechnik, hier tauschten sich Wissenschaft, Politik und Praxis aus.
INTERFOST findet alle vier Jahre in München statt.
Daiva I. Petrosiene