Die internationale Konfenenze ist ein erster Eckpfeiler in dem breit angelegten Ausstellungs- und Forschungsprojekt über die Kunst der Nachkriegszeit zwischen Atlantik und Pazifik. Das Haus der Kunst mit seiner wechselvollen geschichte ist der ideale Ort für dieses spannende Projekt, das für die Erforschung der Entwicklungen der Kunst der Nachkriegszeit von hoher Bedeutung ist.
Hortensia Völkers, Künstlerische Direktorin der Kulturstiftung des Bundes: ‘’ Der neue Blick gilt Japan, Indonesien, Indien, er gilt China, Kuba, Argentinien und Ägypten – all diese Länder haben nach 1945 ganz eigene politische Rahmenbedingungen für die zeitgenössische Kunst ausgebildet, all diese Länder sind daher Thema der Konferenz.
Eine perfekte Konstellation ist das: Unter der Leitung des Nigerianers Okwui Enwezor verwandelt sich ehemahlige Schauplatz offizieller Nazi-Kunst in ein internationals Forschungslabor für kunsthistorische Globalisieringsfragen. Dabei gilt es, multiple modernen zu entdecken – weitab von westlichen Zentren! ‘’
Die Konferenz wird veranstaltet in Zusammenheit mit der Tate Modern, London, dem Institut für Kunstgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität und dem Zentralinstitut für Kunstgeschichte, München.
Okwui Enwezor, Direktor des Haus der Kunst: ‘’ Postwar’’ zeichnet die künstlerischen Entwicklungen in den Jahren von 1945 bis 1965 nach und folgt dabei geographisch den Küstenlinien der zwei großen Ozeane durch Europa, Asien, den Pazifischen Raum, Afrika, den Mittelmeerraum sowie Nord- und Südamerika. Verschiedene Konzepte künstlerischer Modernität wie Abstraktion, Realismus, Figürlichkeit und Gegenständichkeit sollen kritisch beleuchtet werden. Auf dieser Basis wird das Projekt untersuchen, wie Rezeption und Formulierung moderner Kunst geprägt haben. ‘’Postwar’’überschreitet dabei die Grenzen von Kontinenten, politischen Systemen, wirschaftlichen Strukturen und institutionellen Rahmenbedingungen’’.
Foto: Empfang im Zentralinstitut für Kunstgeschichte, links: Mari Carmen Ramirez, Direktorin des International center for the Arts of the Americas (ICAA) am Museum of Fine Arts, Houston.